iStockphoto


Kyoto per Bike
Die alte Kaiserstadt
Auf den ersten Blick unterscheidet sich die moderne City Kyotos nicht von anderen Großstädten Japans: ein Häusermeer, bevölkert von Millionen von Menschen, Hightech Industrie und Verkehrschaos. Auf den zweiten Blick erschließt sich aber ein ganz anderes Bild. Kyotos Schönheit will aufgespürt werden, denn versteckt hinter den Mauern der Betonwüste offenbart sich der intime Charme der Stadt: Mittelalterliche Gassen, Geschäfte, in denen es traditionelles Handwerk zu kaufen gibt, rund 200 Schrein- und Tempelanlagen, in denen die Zeit still zu stehen scheint und liebevoll gestaltete Gärten, die Kenner als Vollkommenheit der meditativen Naturarchitektur rühmen.
Den Sinn für Traditionelles spiegeln auch die Einwohner Kyotos wieder. Sie gelten als äußerst konservativ und mit Stolz praktizieren sie die alten Brauchtümer. Im Stadtteil Gion etwa leben Geishas noch zusammen wie vor Jahrhunderten und häufig sieht man die Frauen mit den markant weißen Gesichtern und den farbenfrohen Gewändern in einem traditionellen Teehaus verschwinden.
Am leichtesten lässt sich die Stadt der Tempel und Schreine mit dem Fahrrad erkunden. Die Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten und Tempel- und Palastanlagen sind gering und nervige Staus damit kein Thema. Weil Japans Fahrradmetropole über ein dicht geknüpftes Radwegnetz verfügt, sind Fahrradfahrer gegenüber Autos in dieser Stadt klar im Vorteil. Über die Radwege oder kleine Nebenstraßen lässt sich die Stadt schnell und stressfrei erkunden. Selbst kleinste Gassen und Wege im historischen Stadtkern stellen für Radfahrer kein Hindernis dar. Viele der Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt sind religiösen und gehören mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Wer sein Straßen- oder Mountainbike nicht aus Europa mitbringen möchte, dem stehen über die Stadt verteilt Ausleihstationen des städtischen Touring Kyoto by Bicycle-Projektes zur Verfügung. 1.000 Yen, etwa acht Euro, kostet ein Fahrrad am Tag. Von jeder der vier Stationen bieten sich Erkundungsfahrten in verschiedene Richtungen an. Das Zentrum der Stadt lässt sich am Besten von der zentralen Station nahe des Hauptbahnhofs erkunden, bis zu den Hügeln und Tempeln im Osten ist es von dort aus ebenfalls nicht weit. Wer die Faszination Kyotos lieber auf geführten Touren erleben möchte, dem stehen gleich fünf Routen zur Wahl. Allesamt stehen unter einem anderen Motto: Die Back Street Tour führt drei Stunden lang durch versteckte Straßen und die Mystery Tour veranschaulicht die 1.200-jährige spirituelle Geschichte der Stadt. Für welche man sich auch entscheidet, die Kaiserstadt per Rad zu entdecken ist ein unvergessliches Erlebnis.
26.01.10
Dirk Fries
Mehr über Kyoto bei Embjapan.de
Kyoto von oben
Sehenswürdigkeiten
Fushimi Inari Schrein
Der goldene Pavillion
Kyotos Speisekammer
Ein Highlight jeder Kyoto-Reise. Gute Kondition ist von Vorteil, denn beim Aufstieg schreitet man durch 10.000 Torii-Bögen und wird am Ende dafür mit einer tollen Aussicht belohnt.



Weitere Infos
Es werde Licht!
Beim Kyoto Higashiyama Hanatoro sorgen tausende Laternen für ein Lichtspektakel mitten in der Nacht.
Heiße Quellen
Was in Finnland die Sauna und in der Türkei das Hammam, nennt sich in Japan Onsen. Herrlich entspannt!
Japan-Visum
Welche Unterlagen und Anträge benötigt man für den Holidaytrip ins Land der aufgehenden Sonne?
Schnäppchenjäger?
Viel erleben, wenig ausgeben! Der Trip nach Japan kann zum Low Budget-Urlaub werden - wenn man weiß wie!
Alle wichtigen Infos rund um Japan. Haben Sie sich schon gefragt, wie man sich in Japan richtig verbeugt? Gibt man Trinkgeld? www.embjapan.de gibt Antworten.
Zum Partner Embjapan








