Melanie Rottmüller


Golf von Aqaba: Ägypten
Zwischen Kultur und Luxus
Ägypten ist ein weites Land und wird zum Großteil von der Sahara beherrscht. Pyramiden, Königsgräber, eine vielfältige Unterwasserwelt, atemberaubende Strände und Luxus pur erwarten den Urlauber zwischen Kairo, Hurghada und Sharm El-Sheik. Da fällt die Entscheidung zwischen einem Kultururlaub, der teils langes Reisen erfordert und ruhigen Tagen in einem Luxushotel an den weiten Stränden Ägyptens oft schwer. Wer beides vereinen will, ist am weniger bekannten Golf von Aqaba richtig. Auf der Sinai-Halbinsel sind die Strecken zu den Relikten vergangener Zeiten nicht so weit entfernt wie in der Sahara und die Strände und Hotels ebenso schön wie an bekannten Urlaubsorten.
Ein perfekter Anlaufpunkt ist Taba am Vier-Länder-Eck Ägyptens. Von hier aus überblickt man den ganzen Golf von Aqaba mit den Küsten von Jordanien und Saudi-Arabien auf der gegenüberliegenden Seite des Roten Meeres und Israel direkt hinter der Grenze. Das Gebiet um Taba ist noch im Aufbau und weniger touristisch erschlossen als zum Beispiel das nächstgrößere Sharm-El-Sheik - an Luxus wird es hier aber dennoch nicht mangeln.
Ende 2010 wurde nahe Taba der neue Club Med Sinai Bay eröffnet. Direkt am Golf von Aqaba entstand auf 25 Hektar ein sogenanntes 4-Trident (Sterne)-Resort mit einem an Exklusivität kaum zu übertreffenden 5-Sterne-Bereich und einem 550 Meter langem Privatstrand. Im Stil einer luxuriösen Medina gehalten bietet das Resort sechs Swimmingpool, zwei Restaurants und drei Bars sowie das größte Club Med-Spa von Cinq Mondes. Wer nach einer traditionell ägyptischen Massage und einem anschließendem Drink am Pool bei einer afrikanischen Meeresbrise genug relaxt hat, dem bietet ein großes Sport-, Freizeit- und Ausflugsangebot viel Abwechslung.
Innerhalb weniger Stunden durch die farbenprächtigen Wüsten und Schluchten der Region erreicht man das berühmte Sankt Katharinenkloster. Die rötlich schimmernde Steinburg liegt am Fuße des Berg Sinai, auch Mosesberg, genannt. Ins Innere der festungsartigen Gemäuer gelangt man nur durch ein kleines Tor. Als eines der ältesten Klöster des Christentums, in dem sich jüdische, christliche und islamische Kulturgeschichte berühren, sind die Anlage und die enthaltenen Relikte von größter Bedeutung.
So soll sich an dieser Stelle der brennende Dornbusch durch den Gott mit Mose sprach befunden haben – und dessen Nachfolger im Schutze des Klosters neben der Mosesquelle noch heute wuchert. Höchst beeindruckend ist die Basilika, in der durch die vielen arabisch gehaltenen Lichter und Ikonen eine fast ehrwürdige Atmosphäre herrscht. Wer mehr über die Geschichte und Bedeutung des Katharinenklosters erfahren möchte ist im Skevophylakion richtig. Das Museum enthält alte Schätze des Klosters von Ikonen, über Manuskripte bis hin zu Gewändern und verschiedenen Kunstwerken.
25.02.11
Melanie Rottmüller
Mehr über die Halbinsel Sinai bei Sonnenlaender.de
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