Melanie Rottmüller


Golf von Aqaba: Jordanien
Zwischen Kultur und Luxus
Jordanien hat viel zu bieten: Östlich vom Fluss Jordan erhebt sich eine schroffe Steilwand ins Bergland, das im Dschabal Ram seinen Höhepunkt erreicht. Der Jordangraben, ein Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs, erreicht im Toten Meer mit 395 Meter unter dem Meeresspiegel seinen tiefsten Punkt. Weiter südlich ist die Grenze zu Israel weniger deutlich. Zwischen Aqaba und Ma’an östlich der Aravasenke liegt das Wadi Rum, eine zerklüftete Landschaft aus rotem Sandstein und eines der wichtigsten Touristischen Ziele des Landes.
Aqaba ist der einzige Seehafen Jordaniens und ein Paradies für Taucher. Außerdem verdankt der Golf zwischen Ägypten und Saudi Arabien der Stadt am Roten Meer seinen Namen. Mit ihrem Zugang zum Meer und den dort angesiedelten Hotels sowie der Nähe zum Wadi Rum ist Aqaba der perfekte Ort für einen Urlaub, der Luxus und Kultur verbindet. Umweltfreundlich und luxuriös zugleich ist das Hotel Radisson Blu Tala Bay Resort, das Ende 2010 mit dem internationalen Green Key-Zertifikat für seine Umweltfreundlichkeit ausgezeichnet wurde. Das im orientalischen Stil gehaltene Hotel lädt am Privatstrand mit Lounge-Areas zum Relaxen. Die Kreationen der internationalen Küche können sowohl am Strand, Pool oder den exquisiten Restaurants in entspannter Atmosphäre genossen werden. Nicht verpassen sollten Aqaba-Reisende einen Tauchgang an den berühmten Korallenriffs vor der Küste sowie einen Ausflug zu den kulturellen Stätten um die Stadt am Golf.
In nur wenigen Stunden Fahrt, in der man unter anderem atemberaubende Blicke auf das Wadi Rum und deren Einwohner wirft, erreichen Kulturliebhaber die Felsenstadt Petra. Wegen ihrer Grabtempel und den aus Fels gemeißelten Fassaden gilt die Stadt seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zur Zeit Christus war Petra eine wichtige Handelsstadt und Knotenpunkt der Weihrauchstraße. Die Stadt kann nur über einen Gebirgspfad oder eine fast zwei Kilometer lange und bis zu 200 Meter tiefe Felsschlucht erreicht werden. Letztere ist auch der Weg, den die meisten Touristen zur Felsenstadt einschlagen. An manchen Stellen ist die Schlucht gerade einmal zwei Meter breit, so dass Vorsicht geboten ist, wenn Beduinen mit Pferden oder Kutschen durch die Gänge hetzen. Schon hier erkennt man die große Sorgfalt, mit der die Stadt einst konstruiert wurde. Immer wieder finden sich Fresken an den Wänden und auch die Bodensteine der Schlucht sind zum Teil noch erhalten. Besonders beeindruckend sind die in Fels gemeißelten Aquädukte, die Wasser bis in die Stadt leiteten.
Am Ende des Weges ist die Schlucht besonders eng. Doch gerade das macht den Blick auf die erste und die am besten erhaltene Fassade Petras so atemberaubend. Das Kahazne al-Firaun befindet sich direkt gegenüber des Ausgangs der Schlucht. Die Beduinen nennen es das "Schatzhaus des Pharao" - passend, denn die aus Stein gemeißelte Fassade mit ihren Säulen, Figuren und Urnen im hellenistischen Stil ist wirklich königlich. Eigentlich diente das Bauwerk aber als Grabkammer - wie so viele der anmutigen Räumlichkeiten mit ihren atemberaubenden Fassaden in Petra. Ein weiteres Highlight ist das Römische Theater, das sich auf dem Weg ins alte Zentrum der Stadt befindet. Die 33 Sitzreihen wurden ebenso aus Stein gemeißelt wie das Felsgrab Ed-Deir. Es liegt außerhalb der eigentlichen Stadt hoch oben am Berg und begeistert durch seine stattliche Größe – allein die Urne auf seiner Spitze ist neun Meter hoch.
21.04.11
Melanie Rottmüller
Mehr über die Felsenstadt Petra bei Imposante-bauwerke.de
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