Barbara Mühlberger


Aktivurlaub auf den Kanaren
Frühling? Sommer!
Während hierzulande gerade die ersten warmen Sonnenstrahlen Frühlingsgefühle wecken, ist es auf den Kanaren schon sommerlich warm. Nur vier Flugstunden trennen uns von Europas südlichsten Inseln: Bei angenehmen 26 Grad, blitzblauem Himmel und strahlendem Sonnenschein wird aus Vorfreude schnell Daseinsfreude. Ob Speed-Surfen auf Fuerteventura, Whale Watching vor La Gomera, Biken auf Lanzarote oder Trekking auf Spaniens höchste Spitze, dem Teide auf Teneriffa - jede der sieben Kanaren-Schwestern hat neben der Auszeit am Atlantikstrand auch für Aktivurlauber einiges zu bieten. Wir haben zwei Tipps für den sportlichen Urlaub unter der Kanaren-Sonne parat:
Surfen am Hotspot
Am Flughafen in Puerto del Rosario auf Fuerteventura sind es vor allem die Surfer, die in kurzen Shorts und mit lässigem Kinnbart aus der Schalterhalle schlürfen. Board und Rigg werden durch die extra großen Türen des Terminals geschleppt und das Mietauto bis zum Achsenbruch beladen. Ziel sind die vielen Surfareale der Insel wie etwa die Spots von Corralejo für Speed-Freaks oder die Westküste mit ihren riesigen Brandungswellen für die Cracks unter den Fun-Surfern. Rund um Fuerteventura gibt es kaum noch eine Ecke Meer, wo Windsurfer nicht um die Wette kreuzen, Kitesurfer nicht durch die Luft wirbeln oder Wellenreiter nicht zum Wasser-Workout antreten.
Der Wind-Hit: Sotavento Playa
Vor 26 Jahren karrte auch der Schweizer René Egli in seinem Bulli seine Surfbretter auf die Insel. Am Playa Sotavento hat er den perfekten Spot für sein Pro Center gefunden, das sich heute zur großen Windsurf-Basis gemausert hat. Faucht der Nordost-Passat, sorgt er zuverlässig für Traumbedingungen am längsten Sandstrand der Kanaren. Rauschhafte Zustände, die auch die Profis der Szene zu schätzen wissen: Jedes Jahr im August findet hier der Professional Worldcup der Windsurfer statt. Für Anfänger wurde ein zweites Center am südlichen Ende der drei Kilometer langen Lagune eröffnet. Bei Flut steigt das Wasser knietief an und bietet einen leichteren Einstieg ins Surferglück.
Erkundungstour per pedes
Ganz anders, aber nicht weniger ungewöhnlich die Reize von La Palma - der Heimat von High Heel-König Manolo Blahnik. Doch auf La Palma ist festes Schuhwerk sehr viel nützlicher als Stilettoabsätze. Wer hierher kommt, sucht unberührte Natur, nicht das mondäne Partyleben oder die Hängematte am Lavastrand. Vom üppig grünen Lorbeerwald bis hin zum tiefschwarzen Lavafeld gibt es jede Menge lohnender Motive für ein gutes Foto. Und das schießt am besten, wer zu Fuß unterwegs ist. Egal ob man neudeutsch Hiken oder Trekken möchte, oder doch ganz altmodisch ein Wanderfan ist, die "grüne Insel" ist hierfür ein Paradies.
Gigantisch: die Taburiente-Senke
Der Höhepunkt: der Caldera de Taburiente Nationalpark. Mit neun Kilometern Durchmesser einer der größten Vulkankrater der Erde. Wer auf Entdeckungstour geht, braucht Ausdauer und vor allem Zeit. Das Wegenetz umfasst rund 70 Kilometer und wie überall auf La Palma gilt: Was auf der Karte wie ein Katzensprung aussieht, dauert oft Stunden. Wie Winzlinge im Mammutgarten fühlen sich Wanderer beim Anblick der himmelhohen Felswände. Und tatsächlich, auf dem Roque de los Muchachos in 2.426 Metern Höhe, ist man dem Himmel ganz nah: Mit dem größten Teleskop der Welt beobachten Sternforscher jede Nacht das kanarische Staraufgebot.
01.03.11
Barbara Mühlberger
Sterne beobachten auf La Palma: Warum der Nachthimmel über der Vulkaninsel sich hervorragend für die Astronomie eignet, weiß Einfach-sehenswert.de
Costa Calma von oben
Weitere Infos
Geheimnisvolles Lanzarote
Mit ihren bizarren Felsen und schwarzen Stränden präsentiert sich die trockenste der Kanareninseln anders als die großen Schwestern.
Sahara oder Spanien?
Mit ihrem feinen Sand erinnern die Dünen von Maspalomas eher an die Sahara und sind die Top-Attraktion von Gran Canaria.
Wissenswertes rund um die Olympischen Spiele von ihrer Entstehung in der Antike bis zu den Sommerspielen 2012 in London.
Zum Partner Olympia-Lexikon








