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Sportliches Teneriffa
Eldorado für Outdoorfans
Wenn es in Europa Herbst wird, lockt Teneriffas milde Temperatur Outdoorfans aus aller Welt an. Denn auf der Kanareninsel zeigt das Thermometer nur selten unter 20 Grad und die Auswahl an Sport- und Freizeitmöglichkeiten scheint nahezu unendlich.
Auch in den "kalten Monaten" lockt das Meer um Teneriffa und die zahlreichen Wasserläufe auf der Insel zum Canyoning, Wellenreiten, Tauchen und Segeln. Die spektakulären Schluchten oder Barrancos bieten sowohl Anfängern in der Carrizal-Schlucht oder dem Barranco de Taborno als auch Fortgeschrittenen die Möglichkeit sich im Bergmassiv auszutoben. Eine Herausforderung ist die Barranco del Río, die größte Schlucht der Insel, die von über 2.000 Metern Höhe über mehrere Wasserläufe steil bergab führt. Action auf dem Wasser genießen Sportliche in El Médano. Der Ort im Süden der Insel ist dank seiner optimalen Wind- und Wellenverhältnisse ein Paradies für Kiter. Weiter anspruchsvolle Surfspots findet man rund um die Insel an den Stränden von Almàciga, Pinta del Hidalgo, Jardín und Martiánez.
Gemächlicher geht es beim Tauchen und Schnorcheln in der faszinierenden Unterwasserwelt Teneriffas zu. Besonders warm ist das Wasser im Norden der Insel. Die Klassiker der Tauchszene, Radazu, Las Eras oder Las Galletas liegen hingegen im Südosten, wo Tierfreunde mit bis zu 1,20 Meter große Rochen um die Wette schwimmen. Auf dem Meer locken 320 Windtage pro Jahr und kontinuierlich wehende Passatwinde Segler an. Die Windkanäle zwischen den Kanarischen Inseln ermöglichen eine Beschleunigung auf fünf bis sechs Beaufort und mit etwas Glück begegnen einem während eines Törns Tümmler und Wale.
Doch auch Teneriffa selbst, das zu Recht auch Kontinent im Miniaturformat genannt wird, hat in sportlicher Hinsicht einiges zu bieten: Die abwechslungsreiche Landschaft erkundet man am besten per pedes. Zu Höchstleistungen zwingt der Teide Trekkingfans. Der höchste Berg Spaniens beeindruckt auf 3.718 Metern Höhe nicht nur mit der besten Aussicht der Insel, der gleichnamige Naturpark ist voll von bizarren Felsgebilden durch erstarrte Lavaströme. Hier lässt es sich auch hervorragend klettern: Die beliebtesten Ziele mit über 40 Routen sind die Gesteinsformationen Roques de García. Anspruchsvoller ist die "Russische Direkte" am Enmedio-Felsen mit einem Schwierigkeitsgrad über Fünf.
Schneller erkundet man die Insel allerdings auf dem Fahrrad. Nördlich von Orotava, Realejos, Icod und Garachico bietet der Kiefernwaldgürtel schattige Off-Road-Strecken mit moderatem Gefälle. Mutige zieht es hingegen ins Orotava-Tal mit seinen rasanten Abfahrten, Forstpisten und Singletrails. Den besten Überblick über die Insel hat man aber von oben: Gleitschirmflieger starten an rund 40 Plätzen rund um die Insel und haben dank des steten Nordostpassats genug Schwung um die vielfältigen Flugzonen zu erkunden.
01.09.11
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