The Big Sleep HotelProminente Hoteliers: Teil 2
Check-In bei den Stars
In den USA betätigen sich gleich mehrere Filmstars wie Robert Redfort, Francis Ford Coppola oder Robert De Niro als Hoteliers. Richtig große Filmerfolge blieben für Jason Priestley zwar aus, dafür meistert er zusammen mit anderen Familienmitgliedern ein schickes Resort in Kanada. Das Terrace Beach Resort and Cabins. Ist einem typischen Westküsten-Fischerdorf nachempfunden. Die auf Pfeilern stehenden Holzhäuser befinden sich indessen nicht in Beverly Hills, sondern im kanadischen British Columbia, genauer am Rande des Pacific Rim Nationalparks, unweit des Surferparadieses Long Beach und des Kajakfahrer-Hotspots Brokern Group Island und Barkley Sound entfernt. Klar, dass sich da Outdoorfreaks mit Sinn für Unterkunftskomfort pudelwohl fühlen.
Von der Pazifik- zur Ostküste. Dort hat "Pretty Woman"-Beau Richard Gere im Frühjahr 2009 das Bedford Post Inn eröffnet. Genauer gesagt hat der Hollywoodstar ein altes Farmhaus in ein schickes Boutique-Bed & Breakfast umgebaut. Es befindet sich in dem 15.000-Seelen-Ort Bedford in Westchester County, rund 50 Kilometer nördlich von New York City. Geres erklärtes Ziel: ein "Magnet für gleichgesinnte, kraftvolle Seelen" zu schaffen, "die die Erde retten oder wenigstens bei einem vegetarischen Burger über Visionen plaudern wollen." Was im Bedford Post Inn ebenfalls möglich ist: ausgiebig das Yoga-Loft auf dem Dachboden nutzen. Angeblich nutzt der Hausherr diesen Raum ebenfalls gerne.
In Utah ist Robert Redford schon seit Jahrzehnten in der Hotelbranche aktiv. Das nach seiner Rolle in dem Film "Butch Cassidy and the Sundance Kid" benannte Sundance Resort erfreut sich ungebrochen großer Beliebtheit, bei Redford selbst und bei Menschen mit dem Bedürfnis nach Abgeschiedenheit und Ruhe, die diese in den Bergen südlich von Salt Lake City garantiert finden. Und auch innerhalb des Resorts, schließlich liegen die 95 Cottages, Appartements und Zimmer weit verstreut zwischen Teichen und rauschenden Bächen. Das Größte freilich ist es, den berühmten Hotelbesitzer selbst zu treffen, beim internationalen Sundance Festival im Sommer stehen die Chancen gar nicht schlecht.
In New York City hingegen fühlt sich Schauspiel-Ass Robert De Niro wohl, vor allem in seinem Manhattan-Viertel TriBeCa, wo er bereits ein Restaurant besitzt und ein Filmfestival organisiert. Vor einigen Jahren machte er den nächsten Schritt, er eröffnete 2008 das The Greenwich Hotel und löste einen wahren Hype aus. Derweil versteht es De Niro, dezent im Hintergrund zu bleiben und dennoch im Hotel präsent zu sein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er die von einem Mix aus europäischer und asiatischer Wohnkultur geprägten 75 Zimmer und 13 Suiten selbst mitgestaltet hat.
Auf der anderen Seite der Irischen See betätigt sich Schauspielgröße John Malkovich in einem Hotelprojekt. The Big Sleep heißt Malkovichs erschwingliches Hotel im walisischen Cardiff. Klingt nett, doch mit diesem Ausdruck ist im Englischen eigentlich kein guter Schlaf gemeint, sondern in Anspielung auf den Marlow-Klassiker der Tod. Doch wer das Skurrile mag, der wird sich auch in diesem minimalistischen 70er-Jahre-Glasbetonbau wohlfühlen. Das tun offensichtlich viele – das Hotel ist ein Erfolg und hat bereits zwei Dependancen in Cheltenham und Eastbourne nach sich gezogen.
In Teil 1: der Reise-Hotspot der Stars
In Teil 3: die Hotels von Musikern, Sportlern und Regisseuren
30.03.11
Christian Haas
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