Fotolia.com/ idreamphotoRatgeber: Schutz vor Reisekrankheiten
Sorgenfreier Urlaub
Vorsorge ist besser als Nachsorge – das gilt auch für den Urlaub. Damit die schönsten Wochen des Jahres nicht zum Alptraum werden, gilt es ein paar einfache Regeln zu beachten. So gehört eine kleine Reiseapotheke in jedes Gepäck, besonders wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist. Neben Pflaster, Verbandsmaterial und Desinfektionsspray sollten Schmerztabletten, ein Mittel gegen Durchfall sowie Cremes gegen Sonnenbrand und Mückenstiche nicht fehlen. Ausreichend Sonnenschutz, besonders in den ersten Tagen, ist unerlässlich. Ungebetene Gäste lassen sich mit Mückenspray, Fliegengitter an den Fenstern und Moskitonetzen über Betten fernhalten. Die sind meist günstig in der Heimat zu erhalten und nehmen im Koffer so gut wie keinen Platz weg. Unverzichtbar ist auch eine geeignete Auslandskrankenversicherung. Unfälle und außerplanmäßige Rücktransporte können sonst sehr teuer werden.
Impfvorschriften beachten
Damit man sich nicht unliebsame Souvenirs mitbringt, ist es wichtig Erkundigungen über die jeweiligen Impfvorschriften einzuholen. Zusätzlich zum üblichen Impfschutz (Diphtherie, Tetanus, Polio) sind in einigen Regionen Hepatitis A und B, Gelbfieber und Typhusimpfungen nötig. In tropischen und subtropischen Regionen wie der Dominikanischen Republik oder Indonesien kann je nach Zielregion, Dauer und Art der Reise eine Malariaprophylaxe hinzukommen. Informationen über die genauen Impfvorschriften der einzelnen Länder erteilen Reisemediziner, das Gesundheitsamt sowie die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin oder die World Health Organization.
Wichtige Medikamente ins Handgepäck
Auch bei Last-Minute-Reisen sollte an ausreichenden Impfschutz gedacht werden. So kann eine Hepatitis A Impfung (z.B. bei Reisen nach Sri Lanka, aber auch Ägypten oder Tunesien) noch bis einen Tag vor Abreise verabreicht werden, Impfungen gegen Typhus, Gelbfieber (bei Reisen nach Indien oder Kenia) und Meningokokken-Meningitis bis 10 Tage vor Abreise und Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis mindestens 3 Wochen vorher. Wichtige Medikamente wie die Malariaprophylaxe gehören zudem ins Handgepäck, damit sich die Einnahme im Falle einer Verspätung des Gepäcks nicht verzögert.
Vorsicht nicht nur bei exotischen Reisezielen
Ungünstige hygienische Verhältnisse, heißes Klima und Tierbisse sind auch in den beliebten Ferienzielen rund ums Mittelmeer nicht zu unterschätzen. Unangenehmer Reisedurchfall lässt sich jedoch durch einfache hygienische Maßnahmen vermeiden. So verzichtet man in warmen Ländern lieber auf rohes Obst und Gemüse, Eis, Eiswürfel und Fruchtsäfte. Auch das Trink- und Zahnputzwasser sollte abgekocht werden. Zum Schutz vor Legionellen einfach Wasserhahn oder Dusche kurz laufen lassen, damit das in den Leitungen stehende Wasser abfließen kann und dabei das Fenster öffnen.
Ängstliche Tiere
Auch Tierbisse von Spinnen, Schlangen und Skorpionen lassen sich vormeiden. Als bester Schutz gilt: Aufs barfuß laufen möglichst verzichten und auf Spaziergängen und Wanderungen festes Schuhwerk und lange Hosen tragen. Handtücher, Kleidung und Schuhe zudem nicht auf den Boden legen und vor dem Anziehen gut ausschütteln. Steine und Äste lieber nicht umdrehen, im Dunkeln nicht ohne Taschenlampe laufen und daran denken, dass die meisten Tiere mehr Angst vor uns haben als wir vor ihnen – dann steht dem Urlaub nichts mehr im Weg.
12.09.11
Vivien Fischer
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