Wunderman, Frankfurt/ Deutsche Lufthansa AGTipps gegen Flugangst
Entspannt im Flieger
Bei vielen Urlaubern trübt die Angst vorm Fliegen die Vorfreude auf die schönsten Wochen des Jahres. Obwohl das Flugzeug als das sicherste Verkehrsmittel gilt, spüren viele Menschen an Bord Beklemmungen, bekommen Angstzustände und Schweißausbrüche oder vermeiden gar eine Flugreise ganz. Flugangst kann eine Reihe von Gründen haben. Manche haben Angst vor Unfällen oder fühlen sich von der Höhe bedroht, während anderen die Enge zu schaffen macht. Wieder andere fühlen sich an Bord eines Fliegers "ausgeliefert". Doch das muss nicht sein. Mit ein paar einfachen Tipps können Sie Ihre lernen, mit Ihrer Flugangst umzugehen.
Wichtige Grundlage ist, nicht schon gestresst am Flughafen anzukommen. Wer bis zur letzten Minute mit dem Packen wartet und wenig schläft, ist hektisch und überreizt und daher anfälliger für Panikanfälle. Menschen mit Angst vorm Fliegen sollten die Zeit vor der Abreise möglichst entspannt verbringen.
Planen Sie genug Zeit zum Packen ein, schlafen Sie ausgiebig und fahren früh genug zum Flughafen, um sich ein paar Starts und Landungen anzusehen und einen geeigneten Sitzplatz zu sichern. Schon mit der Sitzplatzwahl lässt sich das Wohlbefinden beeinflussen. So sind im vorderen Teil des Flugzeugs Turbolenzen weniger spürbar als hinten. Wer sich leicht eingeengt fühlt, sollte lieber einen Gangplatz wählen. Manche Fluggesellschaften bieten in einigen Reihen einen größeren Abstand zwischen den Sitzen und somit mehr Beinfreiheit. Wenn Sie offen mit Ihrer Flugangst umgehen und die Flugbegleiter darauf ansprechen, können diese Ihnen helfen, die Angst zu bekämpfen indem sie z.B. Geräusche und Abläufe während des Fluges erklären, die Ihnen zunächst ungewöhnlich erscheinen könnten.
Entspannen Sie sich! Bequeme Kleidung ermöglicht das freie Atmen und eine gute Durchblutung. Tiefes, langsames und gleichmäßiges Atmen verringern Angstzustände. Und wenn der Körper entspannt ist, kann sich der Geist auch entspannen. Auch Ablenkung hilft: Ein gutes Buch, der an Bord gezeigte Film, Musik oder ein Gespräch mit dem Nachbarn lenken von den Geräuschen und Bewegungen des Flugzeugs ab. Auch einen Happen Essen ist von Vorteil. Selbst wenn viele Reisende, die unter Flugangst leiden meinen, sie könnten keinen Bissen herunterbekommen – ein leichtes Essen beruhigt die Nerven ungemein. Zudem sollten am Morgen vor dem Flug aufputschende Getränke wie Kaffee, Schwarzer Tee oder Cola vermieden werden. Auch von alkoholischen Getränken wird abgeraten, da sie die Flugangst und den Kontrollverlust meist noch verstärken. Gleiches gilt für Medikamente, die aufgrund der Höhe andere Wirkungen haben können. Trinken Sie an Bord lieber Wasser und Fruchtsäfte.
Viele Menschen, die Flugangst haben, tendieren dazu, das Fliegen zu vermeiden. Experten raten dagegen zur Konfrontation. In einer Zeit in der Flüge aus beruflichen Gründen immer öfter an der Tagesordnung stehen und Billigflüge das Tor zur Welt sind, schränken sie sich sonst zu sehr ein und riskieren gleichzeitig, dass die Flugangst sich auch auf andere Bereiche überträgt. Sollten einfache Maßnahmen nicht helfen, empfiehlt sich eine Verhaltenstherapie oder spezielle Anti-Flugangst-Seminare, bei dem in einem Flugzeug gelernt wird, sich an Bord zu entspannen. Diese werden von der Lufthansa, dba, Germanwings und weiteren Fluglinien an allen großen Flughäfen angeboten.
15.06.11
Vivien Fischer
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