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Cape Cod entdecken
Strandurlaub wie Obama
Mit 900 Küsten-Kilometern ist Cape Cod Neuenglands bekannteste Strandregion. Während sich die Population der sichelförmigen Halbinsel südlich von Boston in den Sommermonaten vervielfacht, kehrt nach dem Labor Day Anfang September etwas mehr Ruhe ein. Dann lassen sich die verträumten Dörfer und einsamen Strände besonders schön erkunden. Äußerst eindrucksvoll ist die Landschaft entlang der Cape Cod National Seashore, einem 65 Kilometer breitem Naturschutzgebiet mit Stränden, Marschen und Klippen abseits des Touristenrummels. Acht der zahlreichen Leuchttürme des "Kabeljau Kaps" zieren die dünenreichen Küsten des beliebten Erholungsgebietes.
Route 6A, auch als Old King's Highway bekannt, führt Rad- und Autofahrer auf gut 50 Kilometern durch Cape Cods Postkartenidylle. Vorbei an Häfen und Salzmarschen, stattlichen Kapitänshäusern und unzähligen Antiquitätenläden geht die ehemalige Handelsroute der Indianer durch sieben Cape Städte. Einer der schönsten Orte der Halbinsel ist Sandwich. Bereits 1637 gegründet ist es bekannt für seine Glaswaren, die kleinen Galerien und Buchläden, die seltene Bücher verkaufen. Die Künstlerkolonie Provincetown an der Spitze des Capes ist ein lebendiges Städtchen mit verwinkelten Gassen, unzähligen Galerien und Restaurants. Hyannis dagegen ist der Dreh- und Angelpunkt: Hier befinden sich neben dem Flughafen und Fährverbindungen auf die Inseln auch zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Die Main Street säumen kleine Läden und Boutiquen, während die Cape Cod Mall die wichtigsten amerikanischen Ketten und ein Kino beheimatet. Berühmt wurde die Stadt mit ihrem geschäftigen Hafen durch ihre prominenten Sommergäste. Wie einst der junge JFK verbringen die Kennedys bis heute ihre Sommer auf ihrem herrschaftlichen Anwesen.
Hoch im Kurs bei Politikern und Stars steht jedoch auch Martha's Vineyard, eine Insel 10 Kilometer südlich von Cape Cod. Sogar die Obama-Familie verbrachte hier Ende August ihren Sommerurlaub. Die älteste und zugleich schönste Siedlung ist Edgartown mit ihren prachtvollen Häusern aus dem frühen 19. Jahrhundert, gepflasterten Gehwegen und alten Kirchen. An die hohe Promidichte haben sich die Einwohner längst gewöhnt: Hier wird weder gestarrt noch nach Autogrammen gefragt, so ist das ungeschriebene Gesetz des Vineyards. Auf Nantucket geht es etwas ruhiger zu: Unberührte Strände, Blumenwiesen, Kopfsteinpflaster und historische, mit Rosen bewachsene Häuser aus Schindel machen das Inselchen zu einem Paradies.
20.09.09
Vivien Fischer
Leef Peeping durch Neuengland: die schönsten Routen bei Usa-reise.de
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