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Ganzjahresziel Zypern
Wintergeister und Aphrodite
Wenn in Deutschland Mantel und Mütze den Alltag beherrschen, sinkt das Quecksilber auf Zypern nur selten unter 20 Grad. Mit rund 340 Sonnentagen im Jahr gilt die Insel der Aphrodite zu den sonnigsten und wärmsten Regionen im Mittelmeer - und somit zum Ganzjahresziel. Kein Wunder, denn Zypern lockt zusätzlich zu den milden Temperaturen auch mit vielfältiger Natur, einer 9.000 Jahre alte Geschichte und zahlreichen sportlichen Aktivitäten. Während die Schneeflocken im Troodos-Gebirge fallen, wandern oder radeln Gäste bei mildem Klima an der Küste entlang oder durch das hügelige Hinterland mit Schluchten und Zypressenwäldern. Dabei eröffnen sich weite Ausblicke und Einblicke in die artenreiche zypriotische Flora und Fauna. Alternativ entspannen Gäste beim Sonnenbaden an einem der vielen Strände.
Für Abwechslung sorgt das reiche kulturelle Erbe Zyperns – zu sehen in zahlreichen Museen und Ausgrabungsstätten der Insel. Die Museen und archäologischen Stätte sind den gesamten Winter über geöffnet. Zu den Highlights zählen die Mosaike von Paphos und die antike Stadt Kourion in der Nähe von Lemesos. Der Besuch des Amphitheaters, des Forums, der gut erhaltenen Fußbodenmosaike, eines mykenisches Königsgrabs und einer frühchristlichen Basilika ist ein Muss für jeden Zypern-Besuch. Aktive nutzen das große Sportangebot: Golf, Tennis, Radfahren, Angeln, Wandern, Segeln, Reiten und sogar Skifahren stehen auf dem Programm. Vier 18-Loch-Plätze von berühmten Platzdesignern sowie abwechslungsreiche Wander- und Radrouten geben die Gelegenheit, die vielseitige Natur der Insel zu erkunden.
Von Wintergeistern und Prozessionen erzählen die typisch zypriotischen Bräuche am Tag der Heiligen Drei Könige. Das Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar ist eines der wichtigsten Termine im zypriotischen Kalenderjahr. Auch bekannt als Phota, das Fest des Lichtes, ist der 6. Januar ein Tag mit einer Vielzahl von Sitten und Bräuchen, die schon am Vorabend beginnen. Dann nämlich versammeln sich die Bewohner Zyperns traditionell in der Kirche, wo ein Priester das Wasser segnet, das die Kalikandjiari vertreiben soll. Diese Wintergeister nisten sich der Legende nach am Weihnachtstag für zwölf Tage in den Häusern ein und spielen den Bewohnern böse Streiche. Nach der Segnung besucht der Priester jedes Haus in der Stadt, um die Häuser von den Geistern zu befreien. Um auf Nummer sicher zu gehen - und die Kalikandjiari milde zu stimmen - werfen zypriotische Hausfrauen zusätzlich Pfannkuchen und Würstchen aufs Dach.
Am 6. Januar erwartet den Gast in den Küstenorten Zyperns ein besonderes Spektakel: Nach der Messe leitet der Erzbischof eine Prozession zum Meer, wo er eine zeremonielle Taufe vollzieht. Während der Zeremonie wirft der Priester in einer symbolischen Handlung das Kreuz ins Wasser, junge Taucher bringen es dann zu ihm zurück. Gleichzeitig werden weiße Tauben, Sinnbilder für den Heiligen Geist, frei gelassen und Boote lassen dabei ihre Sirenen ertönen.
30.11.11
Vivien Fischer
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